FETZ Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen

Veranstaltungsreihe Soul Food - Mittagskolloquium zum Thema Seelische Gesundheit

Soul Food - Sommersemester 2011 - PDF-Datei öffnenPsychische Störungen sind sehr häufig und haben Auswirkungen auf alle Lebensbereiche der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Häufig herrscht aber Ratlosigkeit, oft auch deshalb, weil die auftretenden Probleme gar nicht als Anzeichen einer behandelbaren Störung erkannt werden. Mit unserer Veranstaltungsreihe, die im Sommersemester 2011 in die zweite Runde geht, wollen wir über verschiedene Störungsbilder informieren. Wie erkennt man, dass etwas nicht stimmt? Was kann man tun? An wen kann man sich wenden? Diese häufigen Fragen wollen wir in einer gemeinsamen Initiative des Kölner Vereins für seelische Gesundheit, des Früherkennungs- und Therapiezentrums für seelische Krisen (FETZ) der Uniklinik Köln und des Kölner Studentenwerks praxisnah und allgemeinverständlich beantworten. Eingeladen sind alle Studierenden und Mitarbeiter der Universität.

Nutzen Sie Ihre Kaffeepause, stellen Sie Fragen!

Zu unten genannten Terminen findet Soul Food jeweils um 13 Uhr s.t. im Erdgeschoss-Foyer in der UniMensa des Kölner Studentenwerks statt.

04.05.2011
On top of the world, down in the dumps
Hendrik Müller, Dipl.-Psych.

Höhen und Tiefen, gute und schlechte Tage, „einen Lauf haben“ oder „mit dem falschen Fuß aufgestanden sein“ – derlei Stimmungsschwankungen kennen die meisten Menschen. Bei den bipolaren Störungen jedoch gehen Phasen euphorischer bzw. manischer Stimmung mit potentiell selbstschädigendem oder gefährlichem Verhalten einher, während Phasen depressiver Stimmung jegliche Form von Aktivität massiv beeinträchtigen oder gar zum Erliegen bringen können. Hintergründe der Erkrankung, mögliche Risikoanzeichen sowie Möglichkeiten der Behandlung und Prävention werden anschaulich vermittelt.

25.05.2011
Das Leben nach dem Überleben
Dr. Dr. Thomas Schnell, Dipl.-Psych.
Ersatzreferentin: Julia Paruch, Dipl.-Psych.

Manche Erlebnisse bringen jeden Menschen erstmal aus dem Gleichgewicht. Neben möglichen körperlichen Schädigungen wühlen Unfälle, tätliche Angriffe oder Naturkatastrophen die Betroffenen auch seelisch auf. Die psychische Belastung kann unter günstigen Umständen bald zurückgehen, in manchen Fällen entwickeln sich im Verlauf jedoch Symptome, die über die unmittelbare Belastungssituation hinaus bestehen bleiben, sodass die Bedrohung als fortdauernd erlebt wird, auch wenn der Betroffene wieder sicher und geborgen ist. Die Veranstaltung zeigt anschaulich wie ein posttraumatisches Stresssyndrom sich äußert, überwunden oder gar von Vorneherein verhindert werden kann.

22.06.2011
Einsam vernetzt und niemals game over
Frank Meyer, Dipl.-Psych.

Virtuelle soziale Plattformen, Chatrooms und Online-Rollenspiele eröffnen eine eigene Welt. Diese Welt bedeutet für viele Menschen eine nette Zerstreuung neben denjenigen, die uns die nicht-virtuelle Welt bietet. Was aber, wenn „Second Life“ nicht mehr an zweiter Stelle steht und man bei „World of Warcraft“ kein Ende mehr findet? Wenn der Chat-Account oder das Facebook-Profil reale Kontakte nahezu ersetzen? Über die Grenzen zwischen zeitgemäßem Internetgebrauch und Onlinesucht sowie Möglichkeiten zur Unterstützung bei übermäßiger Internetnutzung.

06.07.2011
Feiern ohne Grenzen - Lifestyle oder Risiko?
Priv.-Doz. Dr. Jörg Daumann, Dipl.-Psych.

Sporadischer oder regelmäßiger Konsum von Amphetaminen, MDMA und anderen Partydrogen ist insbesondere bei Liebhabern elektronischer Musik und der zugehörigen Club- und Festivalszene keine Seltenheit. Stunden- oder tagelanges Tanzen ohne Müdigkeit und Hunger, voller Energie, intensiver Wahrnehmungen und euphorischer Gefühle. Und danach? Über Hintergründe von Konsum und Wirkung, die realistischen kurz- und langfristigen Risiken sowie Unterstützungsmöglichkeiten beim Wunsch nach Abstinenz spricht anschaulich der unvoreingenommene Experte.
 

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