FETZ Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen

Soul Food wintersemester 2010/2011

Veranstaltungsreihe Soul Food - Mittagskolloquium zum Thema Seelische Gesundheit

SoulFoodPsychische Störungen sind sehr häufig und haben Auswirkungen auf alle Lebensbereiche der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Häufig herrscht aber Ratlosigkeit, oft auch deshalb, weil die auftretenden Probleme gar nicht als Anzeichen einer behandelbaren Störung erkannt werden. Mit unserer im Wintersemester 2010/2011 erstmals stattfindenden Veranstaltungsreihe wollen wir über verschiedene Störungsbilder informieren. Wie erkennt man, dass etwas nicht stimmt? Was kann man tun? An wen kann man sich wenden? Diese häufigen Fragen wollen wir in einer gemeinsamen Initiative des Kölner Vereins für seelische Gesundheit, des Früherkennungs- und Therapiezentrums für seelische Krisen (FETZ) der Uniklinik Köln und des Studentenwerks der Universität zu Köln praxisnah und allgemeinverständlich beantworten. Eingeladen sind alle Studierenden und Mitarbeiter der Universität.

Nutzen Sie Ihre Kaffeepause, stellen Sie Fragen!

Tee, Kaffee und Gebäck sind frei verfügbar.

Zu unten genannten Terminen findet Soul Food jeweils um 13 Uhr s.t. im Info-Café-International (ICI) in der UniMensa des Kölner Studentenwerks statt.

Die Folien mit den wichtigsten Informationen aus den jeweiligen Vorträgen können Sie als pdf-Datei herunterladen, wenn Sie mit der Maus auf den jeweiligen Veranstaltungstitel klicken.
 

24.11.2010
Wenn Schüchternheit im Wege steht
Meike Neumann, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin

Nervosität beim Referat, Hitzewallungen im Vorstellungsgespräch und feuchte Hände beim Date, das kennen Viele. In den meisten Fällen stellen diese Unannehmlichkeiten keine schwerwiegende Beeinträchtigung dar. Wenn soziale Ängste aber stark ausgeprägt sind, bedeuten solche Situationen jedoch mehr als ein wenig „Lampenfieber“. Sie können sich bis zur sozialen Phobie steigern und bei der Erreichung wichtiger persönlicher Ziele, zum Beispiel dem Traumjob oder dem Eingehen einer festen Beziehung, eine wahrhafte Behinderung darstellen. Die Veranstaltung wird anschaulich vermitteln, wie übermäßige soziale Ängste sich äußern und welche Möglichkeiten es gibt, sie zu überwinden. 

 

15.12.2010
Dunkle Tage, trüber Sinn? - Mit 10.000 Lux gegen die Winterdepression
Priv.-Doz. Dr. Stephan Ruhrmann

Der Winter ist da, und damit trübe Tage und frühe Dunkelheit. Ein bisschen „Winter Blues“ kennen wahrscheinlich die meisten Menschen. Vielen von uns gelingt es, ihm mit dicken Socken, Schokolade und heißem Tee die Stirn zu bieten. Eine große Anzahl von Menschen leidet im Winter auch unter Energielosigkeit und Leistungseinbrüchen, manche entwickeln eine deutliche depressive Verstimmung. Wer unter einer solchen jahreszeitlich bedingten Störung leidet, findet in der winterlichen Gemütlichkeit keinen Trost. Spezifische Behandlungsmöglichkeiten wie die Lichttherapie hingegen können Betroffene schon präventiv schützen. Das Wesen und die Behandlung der Winterdepression werden - der Jahreszeit entsprechend bei Heißgetränken und Gebäck - allgemein verständlich vorgestellt.

 

12.01.2011
Aus dem Leben gehen – Hilfe bei Suizidalität
Priv.-Doz. Dr. Stephan Ruhrmann

Aus den verschiedensten Gründen können Menschen sich traurig, verzweifelt und hoffnungslos fühlen. Manchmal scheinen die eigenen Lebensumstände, Probleme und Sorgen oder ein allgemein schlechtes Befinden so überwältigend, und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten so begrenzt, dass es für Betroffene nur einen Ausweg zu geben scheint: ihr Leben zu beenden. Gerade im letzten Jahr wurde die Öffentlichkeit durch prominente Fälle erschüttert. Die Bedeutung des Suizids in unserer Gesellschaft wird eindrucksvoll durch die Tatsache verdeutlicht, dass er bei den unter Vierzigjährigen die zweithäufigste Todesursache nach den Verkehrsunfällen darstellt. Die Veranstaltung soll aufzeigen, was die Anzeichen eines erhöhten Suizidrisikos sind, wie eine suizidale Krise entsteht und was man tun kann, um sich und anderen in solch einer Situation zu helfen.

 

02.02.2011
If you have a mind, you can lose it.
Julia Paruch, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin

Konzentrationsstörungen, Störungen des gewohnten Gedankenflusses, für die kein Grund ersichtlich ist, zunehmende Schwierigkeiten, mit den Aufgaben des Studiums und des Alltags klarzukommen, Rückzug von anderen Menschen, vermehrtes Misstrauen – dass können Hinweise auf eine beginnende Psychose sein. Die Veranstaltung soll vermitteln, was man heute unter dieser Gruppe von psychischen Störungen versteht, wie man sie rechtzeitig erkennt, an wen man sich wenden und was man dafür tun kann, eine Psychose rechtzeitig und erfolgreich zu behandeln, wenn nicht gar zu vermeiden. Die Prävention hat gerade in Köln einen hohen Stellenwert, da das Kölner FETZ (www.fetz.org) seit Jahren zu den international führenden Zentren auf diesem Gebiet gehört.

.........................................................................................................................................................

Verleihung des Kurt Schneider-Wissenschaftspreises

Herrn Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann, dem Leiter des FETZ, wurde für seine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Prädiktion von Psychosen der renommierte Kurt Schneider-Wissenschaftspreis der Weißenauer Arbeitsgemeinschaft für Psychoseforschung e.V. verliehen. Gleichfalls mit dem Preis ausgezeichnet wurde bei der am 11.12.2010 anlässlich des 17. Weißenauer Schizophrenie-Symposiums in Köln stattfindenden Verleihung Herr Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, der Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim.

Gruppenbild von rechts nach links: Ludger Hargarter, Neuss; Priv.-Doz. Dr. med. Stephan Ruhrmann, Köln; Prof. Dr. med. Dr. h.c.mult. Gerd Huber, Bonn; Prof. Dr. med. Andreas Meyer-Lindenberg, Mannheim; Prof. Dr. med. Joachim Klosterkötter, Köln.
Von rechts nach links: Ludger Hargarter, Neuss; Priv.-Doz. Dr. med. Stephan Ruhrmann, Köln; Prof. Dr. med. Dr. h.c.mult. Gerd Huber, Bonn; Prof. Dr. med. Andreas Meyer-Lindenberg, Mannheim; Prof. Dr. med. Joachim Klosterkötter, Köln.
Folge uns auf facebook

FETZ Früherkennungs- & Therapiezentrum für psychische Krisen
Uniklinik Köln (Gebäude 31, Erdgeschoss) | 50924 Köln (Lindenthal)
Telefon (0221) 478 - 4042 | Telefax (0221) 478 - 3739 |
E-Mail: beratung@fetz.org

Impressum