Cannabiskonsum
Das in unserem Zentrum entwickelte, spezifische Kurzzeit-Gruppenprogramm „Einstieg in den Ausstieg“ zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen des Cannabiskonsums auf die psychische und physische Gesundheit abzuschwächen, aufzuhalten bzw. zu verhindern.
Das Programm wird ambulant im Früherkennungs- und Therapienzentrum für psychische Krisen FETZ angeboten und besteht aus einem individuellen Vor- und Nachgespräch sowie sieben Gruppensitzungen à 60 Minuten und fünf Verlaufs- bzw. Auffrischungsterminen im Jahr nach Abschluss der siebten Sitzung.
Ergänzt wird das Programm durch ein flexibles und individuelles Informations- und Beratungsangebot für Konsumenten und/oder deren Angehörige.
Auch an Schulen, in Jugendzentren oder anderen gemeinnützige Institutionen werden auf Anfrage Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zu den Auswirkungen des Cannabiskonsums auf die seelische Gesundheit angeboten.
Inhaltlich umfasst das Programm folgende Kernelemente: Durch Erarbeitung eines fundierten Modells zum Konsum und umfassende Aufklärung über Wirkweise sowie mit dem Cannabiskonsum verbundene gesundheitliche Risiken, durch Aktualisierung individueller Lebensziele und Herausarbeitung der Konsequenzen des Konsums für persönliche Entwicklungschancen soll die Entwicklung einer Abstinenz- oder Reduktionsmotivation begünstigt werden.
Durch die Reflexion eigener Konsummuster, den Erwerb von Selbstmanagementstrategien und die begleitende Auseinandersetzung mit ambivalenten Einstellungen dem Konsum gegenüber, wird das Selbstverständnis gesteigert und die Absichtsbildung gestärkt.
Fortschritte sowie eventuelle Schwierigkeiten werden zu Beginn jeder Sitzung thematisiert, um die Inhalte entsprechend anzupassen. Um auch in kritischen und Belastungssituationen langfristig nicht auf den Konsum zurückgreifen zu müssen, lernen die Teilnehmer individuelle Abgrenzungs- und alternative Bewältigungsstrategien anzuwenden, die abschließend in einem persönlichen „Notfallkoffer“ zusammengetragen werden, um ihr Anwendung im Alltag der Teilnehmer zu unterstützen. Reflexions- und Auffrischungssitzungen im Abstand von einem, drei, sechs und neun Monaten verfolgen das gleiche Ziel.
Verantwortlich: Priv.-Doz. Dr. S. Ruhrmann Ansprechpartnerin: M. Neumann, Dipl.-Psych., Psychol. Psychotherapeutin (VT)
Die Kontaktaufnahme wird telefonisch erbeten unter +49 221 478 4042, wo Sie Ihre Rückrufdaten auf dem Anrufbeantworter des Früherkennungs- und Therapiezentrums hinterlassen können, oder per E-Mail an cannabis@fetz.org.
Eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen empfinden Menschen mitunter als unpersönlich oder unangenehm, das Vorgehen hat sich jedoch bewährt, da es uns ermöglicht, Sie in jedem Falle mit genügend Zeit für ein ungestörtes Gespräch zurückrufen zu können. Wir werden uns so rasch wie möglich bei Ihnen melden, gewöhnlich am Ihrem Anruf bzw. Ihrer Mail folgenden Arbeitstag. Sollte das einmal nicht der Fall sein, so liegt ein technisches Problem vor. Bitte zögern Sie dann nicht, uns noch einmal zu kontaktieren, Ihr Anliegen ist uns sehr wichtig!
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